Förderalismus bildet! (20091210)
Ein Staat, ein Volk und wie viele Kultusminister? Kann jeder für sich nachlesen. Meiner Meinung nach auf jeden Fall zuviel. Viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Rechtschreibreform, Pisa-Studie und etliche Schlagwörter mehr – wo zu viele Leute das Sagen haben, kommt nun einmal nicht unbedingt Klasse statt Masse heraus. Das was herauskommt, kann man ja jederzeit nachprüfen, wenn man denn will und die entsprechende Intelligenz hat. Garantiert kein Volk von Dichtern und Denkern. Das hat dann auch nichts mehr mit Demokratie zu tun. Oder braucht ein Deutscher aus Bayern eine andere Bildung als ein Deutscher aus Mecklenburg-Vorpommern? Förderalismus kann eine schöne Sache sein. Aber wie alle schönen Sachen im Überfluss genossen nicht unbedingt zutragend. Um jemandem Lesen, Schreiben und für den Anfang die Grundrechenarten beizubringen braucht man keine Endlosdiskussionen und auch nicht alle Jahre neue Hirngespinste. Im ersten halben Jahr, das ich in der Schule verbracht habe, war ich damit beschäftigt, Buchstaben und Zahlen mit Hilfe eines Griffels auf eine Schiefertafel zu malen und das in schöner Regelmäßigkeit. Heute bekommt der Nachwuchs schon im ersten Jahr Photokopien. Als Krönung wird dann von der Lehrerschaft auch noch am Schulbeginn mitgeteilt, welche Utensilien jeder Schüler mitbringen sollte, am besten noch mit Markennamen. Wie gesagt, zu meiner Zeit war die Schulmappe etwas leerer, dafür im Kopf etwas mehr drin. Vielleicht sollten sich die Damen und Herren Pädagogen wieder einmal ins Gedächtnis rufen, was der Mensch am meisten verinnerlicht: Was er gelesen hat, was er gehört hat oder was er sich selbst erarbeitet hat? Guten Morgen, es hat geläutet.