Es gibt in diesem Land Leute, die fordern von anderen Leuten Mobilität, was das berufliche Dasein angeht. Manchmal sind das sogar Leute, die entweder einen Dienstwagen haben, oder anderweitig gemütlich von A nach B kommen und sei es nur mit dem Flugzeug irgendeiner Dienstbereitschaft. Den Vorteil haben Lieschen Müller und Diedrich Durchschnitt im Regelfalle nicht. Diese beiden Statistikmichel dürfen ihre Mobilitätskosten netterweise selber tragen. Kosten, die sie erst einmal verauslagen dürfen, nur um Geld zu verdienen. Auf gut Deutsch: Als normaler Arbeitnehmer Kapital investieren um überhaupt die Möglichkeit zu haben, Kapitalertrag zu erzielen. Ist ja auch normal. Man will ja schließlich auch noch Steuern zahlen können. Und evtl. steuerliche Erleichterungen lassen wir der Einfachheit halber dann auch gleich weg. Im Mittelalter war es schon normal, wenn ein Bürger Zeit seines Lebens mal nicht mehr als hundert Kilometer von seinem Wohnsitz wegkam. Heute kann es einem mündigen Bürger, Steuerzahler und Erhalter dieses Staates schon mal passieren, dass er/sie eine solche Strecke zurücklegt, nur um seine Brötchen verdienen zu können. Von sozialen, technischen, klimatechnischen, medizinischen – zusammengefasst volkswirtschaftlich schädlichen Problemen in diesem Zusammenhang will ich da erst gar nicht anfangen. Aber es besteht Hoffnung: Hierzulande gibt es hervorragend ausgebildete und bezahlte Mitmenschen, die sich um solche Dinge kümmern. Mitmenschen wie unsere Politiker.