Wissen Sie, was eine PSA ist? Falls nicht, es handelt sich nicht um eine neue Rinderseuche. Ein zynischer Betrachter könnte aber schon zu der Meinung kommen, daß es sich bei der Erfindung dieser netten Institutionen um Auswüchse einer Kreuzfeld-Jacob Erkrankung handeln könnte. Wie anders ist es zu erklären, dass der Steuerzahler wieder einmal doppelt und dreifach für ein im Grunde überflüssiges und zu einem gewissen Punkt sogar von vornherein unwirksamen Arbeitsmarktinstrument bezahlen darf?
Für so manchen engagierten Arbeitslosen sind diese Helferchen sogar eher kontraproduktiv, da man ja auf Teufel komm raus vermitteln sollte, um an seine Prämien auf Steuerzahlers Kosten zu kommen. An den beruflichen Lebenslauf eines Arbeitnehmers und ob man den verhunzt muss man da ja nicht denken. Ob der Job länger als ein viertel Jahr hält, weil ihn kein Mensch braucht oder die sogenannte Beschäftigung besser in Wolkenkuckucksheim angesiedelt wäre ist ebenfalls schnuppe. Am lustigsten kommt es noch, wenn sich jemand selbst Arbeit beschafft, während er in einer PSA dümpelt. Der dämliche Steuerzahler darf dann nämlich trotzdem die Prämien löhnen. Selbstverständlich nicht an den Leistungserbringer in einem solchen Fall, sondern an die PSA. Und dann erst die Weiterbildungsmaßnahmen in einer PSA. Was wirklich von Nöten wäre, ist eh´zu teuer. Da wird wie gehabt weiter im Bildungsträgersumpf gegründelt.
Am lustigsten sind dann noch solche Typen, die sich nicht entblöden und Kommentare über den schleppenden Verlauf bei PSA´s abgeben wie "Aufgrund der angespannten Arbeitsmarktlage ist eine Vermittlung von Arbeitslosen auch für die PSA´s schwierig". Ehrlich? Echt? Habe ich schon das kleine Wortspiel in der Überschrift erwähnt (das AA steht für Arbeitsamt)?
Last not Least PSA´s und Zeitarbeitsfirmen. Natürlich überhaupt keine Konkurrenz. Neun Monate monatlich feste Zuschüsse und bei Vermittlung eine nach Vermittlungsgeschwindigkeit gestaffelte Prämie. Überhaupt keine Benachteiligung für Zeitarbeitsfirmen. Gewisse Politiker und sogenannte Arbeitsmarktstrategen sollte man einmal darauf testen, ob sie das Wort Kalkulation kennen.