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Weiterbildung oder Einbildung - oder wie wir in
der Schule zu hoehren bekamen: Thema verfehlt! Eine
nette und gutgemeinte Sitte ist in diesem unserem Lande die Foerderung
von Arbeitslosen bzgl. ihrer Vermittlungschancen durch Weiterbildung.
Finanziert wird diese here Tat durch die Bundesanstalt fuer Arbeit
(etwas zynische Mitbuerger wuerden auch behaupten, durch den Steuerzahler).
Nun koennte man mir natuerlich vorwerfen, was will der eigentlich?
Besser etwas, als gar nichts. Dem koennte ich vorbehaltlos zustimmen,
waere da nicht die Finanzierung mit Geldern waere, fuer die gewisse
Mitbuerger, im Volksmund auch Steuerzahler genannt, ihre Knochen
hingehalten haben. Selbstverstaendlich waere auch nichts dagegen
zu sagen, wenn zu einem ueberwiegenden Prozentsatz fuer die Volkswirtschaft
etwas dabei herauskaeme. Aber was soll dabei herauskommen,
wenn man Buerokaufleute, ReNo-Fachangestellte, Aussenhandelsfachkraefte
und was der Berufsbilder diesbezueglich mehr sind, von denen wir
eigentlich schon genug haben, auf Halde produziert? Bis bei einem
Apparat von der Beweglichkeit der Bundesanstalt fuer Arbeit durchgesickert
ist, daß gewisse Berufe und Fertigkeiten oder Kenntnisse nicht
mehr in dem einmal benoetigten Masse von der Wirtschaft benoetigt
werden, ist der Knopf fuer die Spuelung der einmal bewilligten Gelder
bereits gedrueckt und die ganze Sache geht Richtung Gully. Jetzt
nur nicht flexibel reagieren und den Verwaltungsaufwand erhoehen
(Obwohl das nicht mehr tragisch waere, da der sowieso jeder Beschreibung
spottet)! Dann doch lieber als neuesten Gag Weiterbildungen in sogenannter
Modulform avisieren. Kostet fuer Kurzsichtige weniger und bringt
gleich zweimal nichts. Wie viel einfacher ist es da, in
Zukunftsbranchen nach Spezialisten aus Drittlaendern zu kraehen,
anstatt sich einmal ernsthaft um einheimische Ressourcen zu kuemmern.
Selbstverstaendlich wird z.B. im EDV-Bereich verkuendet, daß
diese Ressourcen nicht vorhanden waeren (Erstaunlich nur, daß
man inzwischen immer mehr IT-Kraefte auf den Fluren des Arbeitsamtes
trifft). Was natuerlich nicht verwundert, wenn man als Programmierer
oder Informatiker vor einer diesbezueglichen Weiterbildung vorher
sein Ingenieurs- oder Mathematikstudium absolviert haben muss. Aber
auch das ist typisch im Lande eines Zuckmayers: Nicht was einer
beherscht und leisten kann ist relevant, sondern das, was auf dem
Papier steht. Man muss sich auch fragen, wie auch etwas
fuer unsere Volkswirtschaft positives dabei herauskommen soll, wenn
Leute auf solche Problematiken angesetzt werden, die die Phantasie
und Flexibilitaet von Bierdeckeln haben und Begriffe - um bei dem
EDV - Beispiel zu bleiben - wie Entwicklungsumgebung womoeglich
mit dem Arbeitszimmer eines EDV-Spezialisten gleichsetzen oder bei
Vokabeln wie Compiler darueber sinnen, ob etwas Anzuegliches damit
gemeint sein koennte. Leuten, welche sich womoeglich noch nie mit
Details wie objektorientierter Programmierung auseinandergesetzt
haben, ist natuerlich bei einer solchen Thematik nur schwer klar
zu machen, daß man das Rad nicht jeden Tag neu erfinden muss. |