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 Norman Oelker

 

Was ich so tue, getan und gelassen habe


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- "nach oben" -

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- "nach oben" -

 
Einiges in einer Form erzaehlt, wie es so aus Platzgruenden nicht in den Lebenslauf bzw. ein Qualifikationsprofil passen wuerde. Die Reihenfolge ist chronologisch.

 Erste berufliche Ausbildung:

Im Alter von 14 Jahren begann ich eine Ausbildung als Lebensmitteleinzelhaendler in meiner Heimatstadt Freiburg. An dieser Stelle ist es vielleicht schon angebracht, etwas weiter auszuholen. Die 14 ist kein Schreibfehler. Ich gehoerte zu der gluecklichen (oder auch nicht) Schuelergeneration, die das damalige Phaenomen Kurzschuljahre mitmachen durften. Ich besuchte die Hauptschule und verliess diese durch diese Umstaende mit Abschluss im achten Jahr. Ja, tatsaechlich: Damals konnte man als Hauptschueler noch einen kaufmaennischen Beruf erlernen. Dazu musste man noch nicht einmal der Klassenbeste sein. Meine Ausbildungsstaette war bei einem privaten Haendler. Es wurde noch offene Sahne und offene Milch verkauft. Letztere wurde ueber eine Stahlwendeltreppe in das im Keller befindliche Kuehlhaus transportiert. Ich habe es tatsaechlich in den drei Jahren nicht einmal geschafft, die jeweils 50 Liter Milch ohne Kanne in den Keller zu bringen. Man durfte noch Faecherwaagen beherschen, die Registrierkassen verdienten diesen Namen noch und hatten sogar noch eine Handkurbel, um Stromausfaellen wuerdig entgegenzutreten. Nach zwei Jahren hatte ich mein erstes Papier mit einem IHK Stempelabdruck, nach einem weiteren das naechste. Ich war 17 Jahre alt, war gelernter Einzelhaendler und hatte zu ueberlegen, wie es weitergehen sollte. In den ´70ern konnte man sich ja noch der Illusion hingeben, man haette mit einem Berufsabschluss etwas fuers Leben gelernt.

 Schulische Weiterbildung:

Ich entschied mich im Anschluss an die Berufsausbildung zunaechst einmal nicht fuers Geldverdienen, sondern fuer eine Weiterbildung. Solcherlei Anfaelle kehren bei mir seitdem immer wieder in gewissen zeitlichen Abstaenden. Im Zeitraum von einem Jahr erlangte ich die berufsbezogene Fachschulreife. Waehrend dieser Zeit wurde ich volljaehrig und sah somit wie die meisten maennlichen Vertreter der Gesellschaft ein Problem in Form von damals Deutschlands groesster Firma auf mich zukommen. Um dieses Problem etwas transparenter zu gestalten, begab ich mich freiwillig zur Musterung. Mit dem vergnueglichen Bescheid, dass Aufgrund der aktuellen Bedarfsdeckungslage der Streitkraefte eine Mitarbeit meinerseits auf absehbare Zeit nicht vorgesehen war, nahm ich eine neue Stellung an, suchte mir eine Wohnung und zog aus dem elterlichen Domizil aus.

Wehrdienst:

Die aktuelle Bedarfsdeckungslage der Streitkraefte schien damals alle viertel Jahre zu wechseln. So kam ich etwas ploetzlich zu einer neuen Beschaeftigung und einer netten Unterkunft in Form eines 8-Bett Zimmers (wovon gluecklicherweise nur 7 belegt waren) im schoenen Kempten im Allgaeu. Es gibt Leute, die bezahlen fuer Wintersport. Mein damaliger Wintersport von Januar bis Maerz in Kempten wurde mir - wenn auch in bescheidenem Rahmen - sogar noch verguetet. Neben Fertigkeiten in San-Mat-Logistik, Sanitaetswesen und natuerlich etlichen destruktiven Fertigkeiten erlernte ich ganz nebenbei die Fertigkeit, mich auf Brettern durch den Schnee zu bewegen. Die Kemptener moegen mir verzeihen, dass ich trotz allem ihren schoenen Ort nur durch die Erinnerung an einige ausgefallene Kneipen, 1 1/2 Meter Schneehoehe (ich messe 1,70) und den damaligen Kampfanzug Winter, unter Eingeweihten auch liebevoll "Filzlaus" genannt, im Gedaechtnis behalten habe. Um die Zeit fuers Vaterland vor allem finanziell etwas sinnvoller zu gestalten, verlaengerte ich meine Dienstzeit freiwillig auf zwei Jahre.

Selbständigkeit:

Nach meiner Armeezeit beschaeftigte ich mich einige Jahre mit dem Vertrieb von Waren, die nicht unbedingt jeder braucht, die sich aber dennoch verkaufen lassen. Wochenmaerkte in laendlichen Gegenden sind hierfuer ein dankbarer Markt. Ein Renner in jenen Tagen waren klobige zehn-Farben Kugelschreiber. Unmoeglich in der Hand liegend, aber wen stoerte das. Man hatte ein Geraet mit zehn verschiedenen Farben und der Nachbar hatte es nicht. Letzteres war insbesondere fuer das Jungvolk ein Kaufargument. Irgendwann hatte dann auch der letzte Rentner einen ueber Kopf schreibenden Kugelschreiber fuer das Kreuzwortraetsel im Bett, die Winter auf einem Wochenmarkt sind auch nur etwas fuer wirkliche Fans und ich sah mich nach einem anderen Broterwerb um.

Umzug nach Berlin:

Was tun war die Frage, die sich mir stellte. Ich erinnerte mich an etliche Verwandte und Bekannte in Berlin und beschloss, meinen Wirkungskreis aus Sueddeutschland heraus zu verlegen um die Insel der Freiheit im roten Meer mit zu verteidigen. Na gut, eigentlich mehr wegen der Berlin-Zulage. Berlin war mir nicht fremd. Zum ersten Mal war ich im Alter von 1 1/2 in der freien politischen Einheit West-Berlin - Jargon der anderen Feldpostnummer - gewesen. Ich fing an, meine Broetchen wieder im Lebensmitteleinzelhandel zu verdienen, heiratete zwischendurch eine Norddeutsche, die es auch in die Baerenstadt verschlagen hatte und begann, sesshaft zu werden. Bei dem Unternehmen, bei welchem ich angestellt war, diente ich mich bis zum Filialleiter hoch. In diesem Beruf muss man ein wenig rechnen koennen, und so erlaubte ich mir, dies auch einmal privat zu tun. Aufgrund des Ergebnisses dieser Rechenuebung, welches dergestalt ausfiel, dass wir bemerkten, dass meine Frau mit weniger Stress, weniger Aufwand und soweit ich mich erinnern kann, mit mehr Vergnuegen und ueberhaupt mit mehr Vergnuegen in der Lohntuete nach Hause kam und Aufgrund der Tatsache,  dass meiner Frau und mein erstes Kind auf der Weltbuehne erschienen war, beschlossen wir, dass ich in Zukunft Heim und Herd hueten sollte, bis wir unsere Tochter auf die Menschheit loslassen konnten.

Hausmann und Weiterbildung:

Damit es mir in meinem Vaterschaftsurlaub nicht ganz so gut ging, fing ich mit einer Weiterbildung zum Handelsfachwirt an. Diese Weiterbildung war eigentlich fuer Berufstaetige gedacht, und so fand ich mich an zwei Abenden pro Woche nach Abloesung durch meine Frau mit mehr oder minder erschoepften Mitmenschen zusammen und vergnuegte mich mit kaufmaennischer Weiterbildung. Nach zwei Jahren hatte ich mal wieder einen IHK-Stempelabdruck mehr und begab mich solchermassen motiviert wieder ans Geldverdienen.

Marktleiter:

Ich verdingte mich wieder im Lebensmitteleinzelhandel. Ich war bei einem anderen Unternehmen untergekommen und nannte mich jetzt auch nicht mehr Filialleiter, sondern Marktleiter. Irgendwie kam ich mir damals vor, wie der Vertreter, der zum Aussendienstler avanciert ist. In dieser Zeit zogen wir innerhalb Berlins um, genauer vom Wedding nach Steglitz, wo wir bis vor kurzem noch logierten, ehe unsere dortige Hausverwaltung aus dem Ruder lief. Zwischenzeitlich hatte sich unsere Familie um ein weiteres Mitglied, diesmal maennlich, erweitert. Danachl uebernahm meine Frau den Part des Zuhausebleibens.

Aussendienst, Verkaufsfoerderer:

Kurz nach der Wende fand auch ich es an der Zeit, fuer mich eine berufliche Aenderung vorzunehmen. Ich nahm ein Angebot ueber einen neuen Job als Verkaufsfoerderer an. Weniger Geld, dafuer aber Aussendienst teilweise quer durch die neuen Bundeslaender, Spass bei der Arbeit und bei den Spesen, auch wenn es nicht zum Spesenritter reichte, Kennenlernen jedes zweiten Baumarktes in den NBL und nebenbei eine erhebliche Erweiterung des Horizonts in den Bereichen Lacke und Farben. Im Laufe der Jahre wurde es mit dem Nachlassen des Booms etwas ruhiger und  ich hatte wieder hauptsaechlich in Berlin zu tun. Irgendwann entschloss sich mein Broetchengeber, auf einer anderen Hochzeit zu tanzen und das Unternehmen drastisch zu verkleinern. Sehr originell fand ich das damals nicht, da ich zu diesem Zeitpunkt gerade am Ende des zweiten Semesters eines BWL-Fernstudiums war, welches ich aus finanziellen Gruenden dann an den Nagel hing. ich suchte mir also etwas Neues.

 Aussendienst, Akquisiteur:

Die Suche nahm ein halbes Jahr in Anspruch. Danach erlaubte ich mir, meinen beruflichen Lebenslauf mit einem kleineren Intermezzo als Akquisiteur in der Gebaeudereinigungs- bzw. Dienstleistungsbranche zu verzieren. Leuten, die die Branche kennen, brauche ich wahrscheinlich nichts zu erzaehlen. Kurzum - nach einem halben Jahr war dieses Intermezzo zu Ende und ich stellte Ueberlegungen an, wie ich weitere kurzfristige Verzierungen meines  beruflichen Werdegangs vermeiden konnte.

 Weiterbildung, Fachkraft Aussenhandel:

Die Loesung fand sich in Form einer Weiterbildungsmassnahme in Richtung Aussenhandel, eine Sparte, mit der ich bis dato noch nichts am Hut hatte. Das Schulbankdruecken dauerte ein Jahr lang und ich schloss den Lehrgang erfolgreich ab. Es wahr ein recht geruhsames Jahr, welches mit allerlei Auffrischungen und Zuwaechsen meines beruflichen Wissens verbunden war. Der Umstand, dass sich die Schulungsstaette nach dem Fruehstueck in einem gemuetlichen kleinen Spaziergang erreichen liess, tat ein uebriges.

Projektmanager, Aussenhandel:

Nach dieser Weiterbildung arbeitete ich in einem Unternehmen, welches sich u.a. mit Aussenhandel beschaeftigte, vornehmlich in Richtuing Russische Foederation. U.a. deswegen, weil zu den Sparten des Unternehmens zeitweilig auch solche Taetigkeiten wie Sponsorensuche fuer Orchester gehoerten oder die Mitorganisation und Sponsorensuche fuer das Eroeffnungsevent fuer Kino in der U-Bahn, um nur zwei der etwas exotischeren zu nennen. Der Schwerpunkt lag allerdings im Aussenhandelsvertrieb von Lademaschinen, Baggern, Radladern und aehnlich nuetzlichen Dingen, die man braucht, um andere Dinge zu bewegen, die ansonsten das menschliche Rueckgrat doch allzusehr belasten wuerden. Von Kunst bis Bagger durfte ich mich gut 1/2 Jahrzehnt mit allerlei Dingen vergnuegen. Aufgrund der Groesse der Firma konnte ich mich als Maedchen fuer alles bewaehren, was mir insbesondere im EDV-Bereich alles andere als schlecht bekommen ist. Da aber alles im Leben einmal ein Ende hat, ging ich wieder einmal meinem Hobby der Neuorientierung nach.

 Trainingsmaßnahme Dozent:

Die Arbeitsmarktlage im Jahre 2003 mutierte in unseren bluehenden Landschaften immer mehr zu einer Spielwiese fuer Zyniker und Lebenskuenstler. Ich erinnerte mich an meine reichlich erworbenen EDV-Kenntnisse in meiner letzten Stellung und griff zu, als eine Trainingsmaßnahme zum IT-Trainer/Dozent an mir vorbeischwebte. Jeder qualifiziert sich bekanntlich so lange, bis er nicht mehr vermittelbar ist. Solcherlei Sprueche schreckten mich allerdings nicht, hatte ich doch schon ganz andere verinnerlicht, wie z.B. -wer nichts wird, wird Wirt- in meinem Fall Fachwirt. Wobei ich es allerdings haette schlimmer treffen koennen, waere mir bei meinem BWL Studium nicht die Grundlage ausgegangen. Ich begann, aus der Not eine Tugend zu machen und betaetige mich - wenn auch in zunaechst bescheidenem referenzsammelnden Rahmen, welchen mir das Arbeitsamt liess - als freiberuflicher Dozent im Bereich EDV/EDV-Anwendungen.

 

Letzter Stand

Nach einem kurzen Intermezzo bei einer PSA, welches für mich zwar eher hinderlich als nuetzlich war, aber die paar verbliebenen Steuerzahler in dieser Republik immerhin ein rundes Suemmchen gekostet haben duerfte, nahm ich eine Stellung als Teamleiter in einem Merchandisingunternehmen an. Für Eingeweihte - ich nahm an, nicht die PSA. Kassieren durften sie trotzdem. Nebenbei widme ich mich immer noch meinem schon fast beinahe-Hobby EDV nebenberuflich und betreute zwischendurch eine Schule in Neukoelln als IT-Beauftragter.

Allgemein

Lebenslauf (pdf)

Qualifikation (pdf)

Lebenslauf II